Diverse Moth-Typen

Wombat (unten)

Als der schwedische Mothsegler Bertil Hunyadi in Australien einige Monate verbrachte, wollte er dort auch Mothsegeln. Da auf dem scow-fixiertem Kontinent nichts adequates zu finden war, baute er ein neues Skiff. Die Weiterentwicklung hieß Wombat und kam 1984 mit Justus Wolf nach Deutschland und in die Schweiz. Dort bauteBrugmann/Küchli eine massive Form und formverleimte zwei Dutzend Schalen davon, die in der Schweiz und Deutschland verkauft und ausgebaut wurden.

Quattro (oben)

Die Quattro entstand aus der Not, in Deutschland keinen Selbstbauplan für ein konkurrenzfähiges Skiff zu haben. Zwar war die Bauweise den Vorgaben zum Trotz nicht so einfach wie geplant. Immerhin entstanden insgesamt 5 Schiffe, von denen noch fast alle auf dem Wasser sind.

 

Skippy (2 mal unten)

Vorläufer der Skippy war die Axeman 3 von Andy Patterson. Roger Angell nahm das füllige, nach schmaler werdende Unterwasserschiff und entschärfte das pintail. An dieses montierte er ein Flügelchen, um mehr Auftrieb am Heck vorzutäuschen. Dieses verschwand alsbald. Angell reduzierte die Flarebreite und baute eine teilbare Form. Aus dieser wurden mehr als ein Dutzend Schalen gebaut. Nach anfänglich sehr großen Festigkeitsproblemen reifte die Skippy zu einem Boot, daß etliche Welt- und Europameisterschaften gewann.

Skippy II (oben und unten)

Roger Angell entwickelte die Skippy 2 als konsequentes Selbstbauboot. Gegenüber der Skippy 1 wurde Verdrängung vorne und hinten angespeckt, Flares radikal weggelassen und ein Vordeck erübrigte sich durch nach oben schlanker werdende Seiten, die vorne einfach zusammenliefen. Allerdings erwiesen sich nicht alle Designmerkmale als gelungen. Bald wurde sein Entwurf oft modifiziert.

Duvoisin II (unten)

Der sehr innovative schweizer Mothsegler Klaus Hofer baute einen Prototypen (I), aus dem auf der Duvoisin-Werft die Duvoisin II enstand mit kastenförmigem Achterschiff und den Schweizer Wetterverhältnissen angepaßtem extremen Leichtbau.

Frizz (oben sowie 2 Bilder unten)

Frizz ist eine Mischung aus den Designmerkmalen von Skippy1, Magnum 6 und Skippy 2. In einem von Markus Gielen entwickelten Schnellbauverfahren entstanden 4 Boote in Hardschaum/Carbon-Bauweise. Die gebauten Exemplare unterscheiden nur sich in Details

Hungry Tiger (unten)

Der Bootsbauer und mehrfache australische und Weltmeister Mark Thorpe entwickelte nach der Aussie Axe und deren Weiterentwicklungen für die WM in Torbay 1999 die Hungry Tiger, das derzeitige Weltmeisterboot. Vakuumkonsolidiertes Carbon/Schaum-Sandwich ist die Bauweise des relativ leichten Designs, das gegenüber der Axeman vorn und achtern weniger Verdrängung aufweist. Moderate Flares und ein solides Rahmenwerk lassen sie als mäßig konsequente Weiterentwicklung der australischen Linie erscheinen. Im Vordergrund steht Solidität.

Duvoisin 3 (oben)

Die oft modifizierte Rumpfform mündete schließlich in einem extrem konkurrenzfähigen Entwurf, der sich fast nicht von der australischen Hungry Tiger unterscheidet.